Andreas Raelert ist beim Austria Ironman 70.3 erfolgreich in die Saison gestartet. In seinem ersten Rennen des Jahres belegte der Weltrekordler auf der Ironman-Distanz am Sonntag im österreichischen St. Pölten den zweiten Platz. „Der Wettkampf war für mich eine wichtige erste Standortbestimmung“, erklärte der 35-Jährige, der sich nur dem dreimaligen St.-Pölten-Sieger Filip Ospaly aus Tschechien knapp geschlagen geben musste.
Ich hatte seit dem Ironman Hawaii kein Rennen bestritten, nach der Wettkampfpause von sieben Monaten bin ich mit diesem Saisonstart zufrieden“, sagte Andreas Raelert. Der Hawaii-Dritte lief nach 3:55:24 Stunden als gefeierter Zweiter des international hochklassig besetzten Rennens in St. Pölten aufs Podium.
„Filip Ospaly ist ein glänzender Läufer und in toller Form“, sagte Andreas Raelert, der im Ziel nur 39 Sekunden hinter dem Tschechen lag, „Filip hat bereits starke Rennen in dieser Saison gezeigt, und der Wettkampf in St. Pölten ist so etwas wie sein Wohnzimmer.“ Doch der Ironman-70.3-Spezialist Ospaly konnte sich bis zu den letzten Metern in St. Pölten nicht sicher sein, dass es zum dritten Sieg reicht. Denn Andreas Raelert lief nach einem leichten Rückstand im Schwimmen und einer guten Radleistung im abschließenden Halbmarathon immer näher an den Führenden heran. „Für mein erstes Rennen war es gleich eine richtig guter Belastungstest“, sagte Andreas Raelert nach dem Zieleinlauf, „ich hätte natürlich gerne gewonnen, aber ich weiß nun vor allem, woran ich noch arbeiten muss.“
Im Wasser büßte Andreas Raelert gegenüber dem schnellsten Schwimmer, Denis Vasiliev aus Russland (23:16 Minuten) in 24:12 Minuten einige Sekunden ein, die er auf dem Rad jedoch rasch wettmachen konnte. In 2:14:48 Stunden fuhr der Rostocker zurück an die Spitze und erreichte die zweite Wechselzone in einer fünfköpfigen Führungsgruppe. Das packende Rennen von St. Pölten wurde schließlich in einem schnellen Halbmarathonlauf entschieden. Ospaly lief in 1:11:33 Stunden die schnellste Zeit des Tages und damit zum Sieg. „Filip war heute läuferisch der Bessere“, sagte Andreas Raelert anerkennend. Der Rostocker selbst schaffte in 1:11:53 Stunden ebenfalls einen glänzenden Halbmarathon und sicherte sich damit den zweiten Rang vor dem Franzosen Cyril Viennot.
Begeistert war der Rostocker von der Atmosphäre beim Austria Ironman 70.3 und von der Herzlichkeit, mit der er in St. Pölten empfangen wurde. „Das ganze Wochenende war geprägt von einer unglaublichen Stimmung“, sagte Andreas Raelert, „ich möchte mich bei den Zuschauern in St. Pölten, allen Helfern und den Organisatoren herzlich für eine perfekte Vorbereitung des Wettkampfes und die einmalige Atmosphäre bedanken.“ Bereits im Vorfeld des Rennens wurde der 35-Jährige in St. Pölten von den Lesern des österreichischen Sport-Portals Flowsports als „King of Endurance 2011“ ausgezeichnet. „Dieser Preis ist eine große Ehrung für mich“, erklärte Andreas Raelert, „ich nehme diese Auszeichnung als große Motivation mit in die Saison.“ Mit dem zweiten Platz beim Austria Ironman 70.3 hat das Sportjahr des Rostockers auch gleich gut begonnen.